Musiktheater-AG “Regenzauber”

Regen mit Trommelwirbel begrüßt

Kindermusical „Regenzauber“ von 70 Grundschülern aus Großen-Buseck und Lollar aufgeführt

Ein ganzes Dorf ist in Sorge, denn es herrscht eine große Dürre. Alle sind verzweifelt, die Lage scheint schier aussichtslos. Das war die Ausgangslage zum Kindermusical „Regenzauber“, das am Freitag von Grundschülern aus Großen-Buseck und Lollar in der Aula der IGS aufgeführt wurde. Als theaterpädagogische Mitarbeiterin der Musikschule Busecker Tal hatte Natasha Wilde in Kooperation mit der Goetheschule und der Grundschule Lollar und den dort etablierten Musiktheater-AGs das Musical auf die Beine gestellt. Angelehnt war dieses an ein australisches Märchen von Carl Norac. Rund 70 Mitwirkende standen auf der Bühne und begeisterten nicht nur ihre Angehörigen, Lehrer und Mitschüler, sondern auch Bürgermeister Dirk Haas. Die große Textsicherheit bei den Liedvorträgen und bei den Sprechern der Hauptrollen sowie die musikalische Ausgestaltung und fantasievolle Umsetzung der Geschichte erhielten viel Lob und Applaus.

Zur Handlung: Ein Satz, der die Verzweiflung der Dorfbewohner auf den Punkt bringt: „Ich habe noch nicht einmal mehr eine Träne zum Weinen. Wir werden alle zu Staub werden.“ Weder der Medizinmann noch die Geisterbeschwörer konnten die Wolkenmänner herbeirufen, die Stammesmutter war ratlos. Auch den Musikern gelang es nicht, die Sonne mit ihren Trommeln zu verjagen. Petite Pluie (übersetzt: kleiner Regen, gespielt von Eric Hesse) gab jedoch die Hoffnung nicht auf. Er stieg auf den Rücken eines Emus (Natasha Wilde) und machte sich auf Wassersuche. Und dann: Große Freude, als die ersten Tropfen fielen.

Der lange ersehnte Regen wurde akustisch mit einem Spiel auf Xylofonen leise begrüßt, der stärker werdende Regen mit Trommelwirbeln begleitet, schließlich setzte auch noch die multikulturelle Band aus Lollar ein. Viel Mut bewies eine junge Sängerin, die zu Beginn der Vorführung ein Solo zur musikalischen Begleitung MuKu-Band (Leitung Lasse Löytynoja und Dora Böttner) sang. Eingebunden in die Einstudierung des Musicals waren Regina Köther und Mona Poloschek. Wesentlich zur Bühnenbildgestaltung beigetragen hatte Anneliese Lange (ehemalige Verwaltungskraft und Mutter der Musikschulleiterin Britta Lange). Finanzielle Unterstützung gab es vom Bundesministerium für Wissenschaft und Forschung und aus dem Fördertopf „Kultur macht stark“.

Siglinde Wagner