Lese-/Rechtschreib- förderunterricht

 

Differenzierung (Fördern und Fordern)

Individuelles Fördern und Fordern der Schülerinnen und Schüler.

Innere Differenzierung
Das individuelle Fördern und Fordern findet an unserer Schule im Rahmen der inneren Differenzierung statt. In Arbeitsphasen des Klassenunterrichts erfolgt die Differenzierung qualitativ und quantitativ in Bezug auf:

  • das Material
  • den Umfang
  • Hilfestellungen
  • Sozialform

Die Schülerinnen und Schüler arbeiten allein, zu zweit oder in Gruppen.

Differenzierungsstunden
Im Schuljahr 2015/16 gibt es in jeder Klasse eine Differenzierungsstunden in denen Kinder gefordert oder gefördert werden. Dies geschieht sowohl in Deutsch als auch in Mathematik, in der Regel wird der Unterricht von den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern erteilt.

Lese- und Rechtschreibförderung (LRF)
Zusätzlich bieten wir an unserer Schule eine zweistündige Förderung pro Woche im Bereich Lesen und Rechtschreibung für die Klassen 2-4 an.
Die Feststellung der Lernausgangslage (Diagnose) erfolgt durch:

  • tägliche und gezielte Beobachtung im Klassenunterricht
  • Vorstellung des Kindes bei der Förderschullehrerin als Präventionsmaßnahme
  • standardisierte Testverfahren HSP
  • Stolperwörtertest

 

„Schülerinnen und Schüler mit besonderen Schwierigkeiten sind diejenigen, die trotz Förderung andauernde Schwierigkeiten beim Erlernen und beim Gebrauch der Schriftsprache (…) haben (§1Abs.1 VOLRR).“ Merkmal einer Lese-Rechtschreibschwäche ist eine ausgeprägte Beeinträchtigung der Lese- und Rechtschreibfähigkeit. Die Umsetzung von Lautzeichen (Phoneme) in die richtige Reihenfolge von Schriftzeichen (Grapheme) oder der umgekehrte Vorgang sind erheblich erschwert. Diese Kinder verweilen meist sehr lange auf den unteren Stufen der Rechtschreibentwicklung (lautorientierte Schreibungen) und machen deutlich häufiger Fehler, insbesondere bei der Beachtung von orthographischen und morphematischen Regelhaftigkeiten. Sie haben laut Verordnung einen Anspruch auf individuelle Förderung.

Zusätzliche schulische Förderung
Die individuelle Förderung von Kindern mit besonderen Schwierigkeiten wird in der Goetheschule Buseck wie folgt umgesetzt: Neben der Binnendifferenzierung im Unterricht werden zusätzliche Förderstunden (soweit vorhanden) für die einzelnen Klassen angeboten. Hierfür stehen verschiedene Materialien, Anregungen im Lehrerhandbuch und vielfältiges geeignetes Material den Lehrkräften zur Verfügung. Ab Klasse 2 werden für jeden Jahrgang zwei Förderstunden pro Woche für Kinder mit besonderen Schwierigkeiten beim Lesen und Rechtschreiben angeboten. In den Klassenstufen 2 und 3 orientiert sich der Förderansatz an dem Trainingsprogramm der „Freiburger Rechtschreibschule“ (FRESCH- Programm), dessen Ziel es ist, Selbstorganisation und Regelbildung der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Das Training bezieht sich auf den Sprech-Schreib-Rhythmus von zunächst lautgetreuen Wörtern bis hin zu Ableitungs- und Verlängerungsregeln sowie Merkwörtern. In der Klassenstufe 4 stellt das „Marburger Rechtschreibtraining“ die Grundlage der Förderung dar. Die Grundidee des Konzeptes ist es, klare Strukturen und Rechtschreibstrategien zu entwickeln. Förderschwerpunkte sind die Länge- und Kürzezeichen, die neben der Groß-/Kleinschreibung meist die Hauptfehlerquelle für die Kinder darstellen. In besonderen Ausnahmefällen können die Leistungen in den Bereichen Lesen und Rechtschreiben in der Zeugnisnote nach Rücksprache mit den Erziehungsberechtigten unberücksichtigt bleiben. Die Aussetzung der Note erfolgt für ein halbes Schuljahr. Vorrang hat jedoch der Nachteilsausgleich.